“Konzentrier dich nie auf das, was zurückliegt, Starling. Die Zukunft ist zu vielversprechend, als dass man sie ignorieren könnte.” – S.118
Am Anfang hatte ich ehrlich gesagt etwas Mühe mit dem Buch. Die Szenen wirkten teilweise sehr sprunghaft und auch das Worldbuilding hat mich zuerst eher verwirrt als gefesselt. Ich musste mich wirklich erst einlesen und reinkommen. Aber genau das hat sich dann plötzlich gedreht: Nach einer gewissen Zeit war ich komplett drin und konnte kaum noch aufhören zu lesen.
Ab diesem Punkt wurde es richtig spannend. Es gab einige Plot-Twists, die ich absolut nicht habe kommen sehen, was das Lesen umso besser gemacht hat. Besonders gefallen hat mir auch, wie die griechische Mythologie eingebaut wurde – und zwar nicht die typischen Figuren wie Zeus oder Poseidon, sondern eher unbekanntere mythologische Elemente, was dem Ganzen etwas Frisches gegeben hat.
Sehr stark fand ich auch die Verbindung zwischen den Vogelmotiven und der Spionage-Thematik. Das hat sich irgendwie perfekt ergänzt und vielen Szenen eine zweite Bedeutungsebene gegeben. Dazu kam noch, dass viele Szenen nachts spielen, was die Atmosphäre noch intensiver und passender gemacht hat.
Am Ende hat mich das Buch dann wirklich überzeugt: aus einem schwierigen Start wurde ein spannendes, atmosphärisches Leseerlebnis, das mich mehr gepackt hat, als ich am Anfang gedacht hätte.