DI Wilkins, na, welcher denn? Simon Mason schickt seine beiden gegensätzlichen Ermittler Ray und Ryan Wilkins - keine verwandtschaftliche Verbindung - in ein weiteres Abenteuer. Ich habe den ersten Teil nicht gelesen und ggf ist das Verhältnis der beiden an manchen Stellen nicht ganz klar, aber da es sich hier um eine abgeschlossene Geschichte handelt, kommt man gut durch. Während Ray sich um das Verschwinden der vierjährigen Poppy kümmert, ist der vom Dienst entbundene Ryan bezüglich Wiedereinstellung am Warten und stolpert über eine skurrile nächtliche Begegnung mit Mick Dick, der kurz darauf bei einem Autounfall stirbt. Kann es da einen Zusammenhang geben?
Der Autor verknüpft die Handlungsstränge gekonnt und lässt seine beiden Helden auch an den privaten Herausforderungen knabbern (der eine kämpft mit seiner fehlenden Impulskontrolle und kümmert sich um seinen kleinen Sohn, der andere erwartet mit seiner Frau Zwillinge).
Handwerklich sicher gut umgesetzt, haben sie mich nicht ganz überzeugt. Die Sprache ist flüssig und die Handlung kommt gut, zum Teil zu sprunghaft voran. Für Krimifans durchaus zu empfehlen, ich habe mich dagegen entschieden, den ersten Band nachzuholen.