Elizabeth Strout kann mich mit ihrer Art, von Menschen und deren Leben zu erzählen wieder begeistern. Wie sie die Personen mit ihren verschiedenen Facetten charakterisiert, gefällt mir sehr, dazu wie sie Melancholie und Humor verbinden kann.
In “Alles ist möglich” kommt wieder Lucy Barton ins Spiel, die Protagonistin, die aus einer ärmlichen Familie, in welcher die Armut nicht das einzig Schwierige war, stammt, und die als Schriftstellerin ihren Lebensweg und gemacht und ihre Existenz gesichert hat.
Ihre Geschwister und deren Geschichten, ihre Beziehungen untereinander und mit Freunden sowie die Liebesbeziehungen sind ebenfalls präsent. Es sind miteinander verwobene Leben und Geschichten, berührend - teilweise auch schmerzlich. Es geht um Mitgefühl, Verständnis und Selbstreflexion.
Mir ist es oft schwergefallen, die verschiedenen Personen auseinanderzuhalten und die Beziehungen zueinander in den jeweiligen Geschichten beim Lesen zu erinnern. Da wäre eine Übersicht hilfreich gewesen. Das hat den Lesefluss und auch die Freude am Gesamtwerk geschmälert, deshalb einen Punkt Abzug. Nichtsdestotrotz werde ich gerne wieder Bücher von dieser Autorin lesen. Vielleicht lag es an meiner Konzentration ;-)