Wer hätte gedacht, dass der gewöhnliche Taschendiebstahl eines Portemonnaies sich zu einem herausfordernden Kriminalfall für Lilou und das kleine Städtchen Carpentras entwickeln würde. Der kurz darauf gefundene Tote war einer der möglichen Preisträger des Street-Art - Festivals . Das bedeutet schlechte Presse und einen erhöhten Ermittlungsdruck. Dabei ist Lilou schon genug im Stress, denn in ein paar Tagen soll ihre Hochzeit stattfinden, die ihr Verlobter Simon groß geplant hat. Auch Lilous Vorgesetzter trägt nicht zur Entspannung bei. Er ist ohne erkennbaren Grund oft abwesend und gereizt. Hinzukommt . dass das Opfer des Taschendiebstahls schnell zur Nummer eins der Verdächtigen aufsteigt, ihn Lilou aber äußerst sympathisch findet. Hochzeitsvorbereitungen sowie Mordermittlung bringen Lilou an ihre Grenzen.
Ehrlich gesagt, hätte ich nicht mit ihr tauschen wollen. Egal wie, eine Sache leidet immer. Ausgerechnet dieser Fall ist äußert verzwickt und ich hatte bis kurz vor Schluss nur wilde Vermutungen über die Person des Täters und sein Motiv. Auch Lilou kämpft damit, dass ihr sonst so zuverlässiges Bauchgefühl und die Spurenlage weit auseinander klaffen. Doch weder Lilou noch ich haben mit dem Wahnsinn und der Entschlossenheit des Mörders gerechnet und so gerät Lilou in Todesgefahr.
Wieder einmal war der Fall rund um die sympathische Lilou und ihr liebenswertes Umfeld spannend mit überraschenden Wendungen. Für mich Momente der Entspannung waren die lebendigen Beschreibungen der Stadt, das Treiben in den Straßen und der Umgebung, die mich in Urlaubsstimmung versetzt haben. In meinen Augen ist es ein gelungener Cozy Crime, der gut unterhält und bei aller Spannung gute Laune verbreitet.