Ein zuerst unbekannter Toter wird in einer Hotelruine in Norden aufgefunden. Als die Identität des Opfers, ein ehemaliger erfolgreicher Sportler, bekannt wird, erhält der Fall unerwartete Brisanz für die Kommissare Schoolmann und Gerdes. Der letzte Kontakt des Toten ist der Schwiegersohn eines einflussreichen Unternehmers vor Ort. Während der Ermittlungen stellt sich heraus , dass der Ermordete hohe Schulden hatte, was den Fokus auf die kriminelle Szene Hamburgs lenkt. Auch die Unternehmerfamilie hat Geheimnisse, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Wichtige Zeugen hüllen sich in Schweigen.
Der Fall wird für Schoolmann eine persönliche Herausforderung, da sich Spuren zum ungelösten Mord an seinem Vater ergeben. Während dessen versucht Gerdes seine Bindungsängste in den Griff zu bekommen, um seine große Liebe nicht zu verlieren.
Wie man sieht, mächtig was los im Krimi und das führt dazu , dass ich ganz schön in Atem gehalten wurde. Immer neue Enthüllungen offenbaren neue Motive und lassen keinen der Verdächtigen in einem guten Licht erscheinen. Dass der Täter am Ende der Gerechtigkeit zugeführt wurde, war das Ergebnis guter Teamarbeit und akribischer Ermittlungen. Das fand ich spannend zu lesen und führte trotz aller Wirrungen zu einem überzeugenden und befriedigenden Ende. Was mich ein wenig gestört hat, waren Gerdes persönliches Probleme , die für mich etwas zu viel Raum eingenommen haben. Dagegen habe ich den ungelösten Mord an Schoolmanns Vater als belebendes Element wahrgenommen , das zudem eine Cliffhänger für den nächsten Fall ergibt.