Was wäre, wenn? Coras Sohn erhält seinen Namen. Doch welcher wird es sein? Gordon wie sein Vater und dessen Vater vor ihm. Julian, der Coras Favorit ist. Oder doch Baer, wie ihn seine grosse Schwester Maia nennen würde. Wir begleiten Coras Sohn durch drei Leben. Drei Wege je nachdem welchen Namen er bekommen hätte.
Der Roman hat mich emotional richtig mitgenommen! Wir erfahren sehr schnell, dass Coras Mann privat überhaupt keine nette Person ist und seine freundliche Seite nur Fassade ist. Die drei Geschichten beginnen also an jenem Tag, als Cora den Namen ihres Sohnes eintragen lässt und es am Abend ihrem Mann erzählt.
Eine spannende Ausgangslage für eine Geschichte. Was wäre passiert, wenn meine Eltern mir einen völlig anderen Namen gegeben hätten? Wäre ich dann heute auch Buchhändlerin, oder wäre ich sogar von Anfang an Buchhändlerin geworden. Natürlich sind die drei Lebenswege im Buch nur fiktiv, und niemand weiss genau, was geworden wäre, wenn. Trotzdem sind es drei denkbare Wege. Im Buch treffen wir in jedem Leben auf bekannte Gesichter. Manche bleiben länger, andere sind nur flüchtige Bekanntschaften. Die Autorin hat eine unglaublich gute Story, bzw. drei unglaublich gute Stories um ein wichtiges, aber auch heftiges Thema konstruiert, häuslichen Missbrauch. Und wie er alle in der Familie betrifft und beeinflusst.
Eine grosse Leseempfehlung! Das Buch ist für alle, die gerne emotional geladene Geschichten lesen. Oder jene, die sich selbst vielleicht doch einen anderen eigenen Namen gegeben hätten. Vielleicht ist es auch einfach ein Anstoss, doch mal bei den Eltern zu fragen: wieso habt ihr eigentlich diesen Namen für mich ausgesucht?