„Meine Berge bist du“ beginnt ruhig und melancholisch, entfaltet jedoch schnell eine wachsende Spannung, die mich zunehmend in den Bann gezogen hat. Schon früh werfen sich Fragen auf: Woher kommt Onesto wirklich? Wer ist Guido Contin? Und welche Bedeutung steckt hinter der verstörenden Episode der Tierquälerei? Diese offenen Punkte erzeugen eine unterschwellige Neugier, die zum Weiterlesen antreibt.
Besonders gelungen finde ich die Form der an Berge gerichteten Briefe. Auch wenn sie für mich eher wie Tagebucheinträge wirken, verleihen sie der Geschichte eine persönliche und zugleich poetische Note. Die Sprache ist flüssig und angenehm zu lesen, wodurch man schnell in die Handlung eintaucht.
Das Buch enthält viele nachdenkliche Lebensweisheiten, die über die eigentliche Handlung hinausgehen und zum Innehalten anregen. Insgesamt hat mich die Geschichte bereits im ersten Teil stark gefesselt, und hat im weiteren Verlauf nicht enttäuscht.