Der Krimi «Tatort Trelleborg» von Mathias Edvardsson ist der erste Band einer neuen Reihe um die Ermittlerin Gunni Hilding. Der Krimi spielt im Süden Schwedens. Der Autor beschreibt die Atmosphäre und Natur dieser Gegend sehr gut. Man kann sich die Landschaft bildlich vorstellen.
Die Spannung ist von Anfang an da. Drei Kinder spielen im Wald, nur zwei kommen zurück. Die Suche nach dem dritten, vermissten Kind beginnt! Die Polizei wird beigezogen Die Protagonistin, Gunni, Hilding, die bei der Schutzpolizei arbeitet, wird zum Morddezernat zugeteilt, da sie die Gegend um Gabeljung sehr gut kennt. Am Ende der Suche wird der vermisste Junge jedoch leider tot aufgefunden. Alle Einwohner des kleinen Dörfchens Gabeljung werden vom Ermittlungsteam befragt. Es gibt einige Verdächtige. Der Autor versteht es geschickt, immer neue Spuren zu legen. Am Schluss sind die beiden Brüder, die mit dem toten Kind gespielt haben, Haupt- Verdächtigen. Unter Beizug eines Psychologen und nach einer Tatortbegehung legt Daniel ein Geständnis ab.
Der Hintergrund der noch jungen Gunni wird ebenfalls beleuchtet. Sie war bei den Zeugen Jehovas, ist dann aber aus der Sekte ausgeschieden. Dieser Hintergrund erklärt ihr teilweise sehr scheues Verhalten im zwischenmenschlichen Bereich.
Nach einem Zeitsprung von 5 Jahren passiert in der Nähe von Gabeljung ein neuer Mord. Gunni, die wieder bei der Schutzpolizei arbeitet, ist beim Fundort und wird so erneut in die Ermittlungen involviert. Sie erkennt Parallelen zum Fall vor 5 Jahren und ermittelt auf eigene Faust, um den Täter zu finden. Die Ereignisse überschlagen sich plötzlich!
Der erste Band lässt noch einige Fragen offen. Diese werden vermutlich in den Fortsetzungsbänden weiterentwickelt.
Der Schreibstil von Matthias Edvardsson hat mir sehr gut gefallen. Kurze Kapitel, die man einfach lesen kann. Spannung wird aufgebaut, die Handlung ist packend.
Gerne würde ich einen Fortsetzungsband lesen. Wer nordische Krimis liebt, kommt bei diesem Buch auf seine Kosten.