Das Buch hatte für mich viel Potenzial, und eigentlich mochte ich die ersten 60 Prozent ziemlich gerne. Es geht um eine Freundesgruppe, die sich lange nicht gesehen hat und gemeinsam in die Ferien fährt. Es passiert nicht besonders viel, und man verbringt vor allem Zeit mit den Charakteren und ihrem Innenleben, was ich richtig interessant fand.
Toll fand ich auch, dass die Autorin Figuren geschrieben hat, die eigentlich ziemlich unausstehlich sind, ihre Gedanken fand ich trotzdem oft spannend. Besonders Sylvia fand ich anfangs interessant, weil sie sich ständig viele Gedanken über ihre Zukunft macht.
Was mich allerdings etwas gestört hat, war, dass die Perspektiven relativ schnell hin- und herspringen, manchmal schon nach zwei Seiten. Das wirkte auf mich etwas zu ruckartig.
Das Ende fand ich persönlich ziemlich nichtssagend, und es hat mich schon enttäuscht, weil ich das Gefühl hatte, dass die Autorin die Chance gehabt hätte, noch etwas Wichtiges zu sagen, sich stattdessen aber für ein eher belangloses Ende entschieden hat.