Mit ihrem Buch über ihre Wurzeln und ihre Vorstellungen gewährt uns Giorgia Meloni einen umfassenden Einblick in ihren Werdegang und vor allem in ihr Engagement für ihr Heimatland Italien.
Die Autorin hat das Buch in die folgenden Abschnitte aufgeteilt:
- Ich bin Giorgia
- Ich bin eine Frau
- Ich bin eine Mutter
- Ich bin rechts
- Ich bin Christin
- Ich bin Italienerin
In den einzelnen Kapitel erhält man jeweils ein wenig Eindruck von ihr persönlich und dann sind es die entsprechenden politischen Themen, die den Raum einnehmen. Ich denke, so ist auch ihr Leben.
Es ist ein starkes Buch, wert, gelesen zu werden. Ich bin vor allem erstaunt, wie Meloni seit sie 15 Jahre alt ist, ihre Energie der Politik widmet, dem, was sie für Italien und die Italiener und Italienerinnen als wichtig erachtet. Sie bringt vieles auf den Punkt, was schlecht läuft und erläutert, wie sie möchte, dass es anders sei und dafür kämpft.
Ungeachtet dessen, ob man ihre politische Sicht teilt oder nicht, muss man ihr zugute halten, dass sie das Gute für Italien will.
Sie äussert sich dezidiert kritisch und negativ gegenüber der linken Seite. Eine Kritik der rechtsgelagerten Politik habe ich vermisst – auch nicht annähernd.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Es ist nicht trocken geschrieben und lässt sich leicht und flüssig lesen.
Abgesehen davon, dass ich der festen Überzeugung bin, dass ein guter Politiker nur seinen Wählern gegenüber loyal sein muss und seine eigenen Vorstellungen blinden Gehorsam schuldet, lagen die Dinge so jedenfalls nicht.
Als ich Jugendministerin wurde, kannte Berlusconi mich kaum; für ihn war ich eine aus der AN. Ich habe immer eine ehrliche und loyale Beziehung zu ihm gehabt und empfinde ihm gegenüber grosse Hochachtung, aber meine Geschichte repräsentiert eine Welt, die er nie wirklich verstanden hat. …. Wir waren loyale Bündnispartner, hatten aber oft eine unterschiedliche Auffassung von Politik.