Einmal mehr ein hervorragender «Vermisst»-Fall von Christine Brand
Zum Inhalt:
Seit Malou Löwenberg ihre Karriere bei der Polizei hinter sich gelassen hat und als Privatdetektivin arbeitet, erhält sie vor allem ungewöhnliche Aufträge. So auch diesmal: Eine todkranke Frau möchte vor ihrem Tod ihren Bruder Luca noch einmal sehen. Das Problem dabei: Luca ist ein untergetauchter Serienmörder. Malou nimmt den lukrativen Auftrag an, gerät bei ihren Nachforschungen jedoch selbst in grosse Gefahr.
Zitat:
«Die Stimme sagt nur zwei Worte. Alarmstufe Rot. Dann ist die Leitung tot.»
Meine Eindrücke:
Auch dieser Band der Reihe «Vermisst» überzeugt auf ganzer Linie. Christine Brand verbindet Spannung, Brutalität und starke Emotionen zu einer Geschichte, die einen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Trotz des Umfangs von über 500 Seiten hatte ich nie das Gefühl, dass sich die Handlung in die Länge zieht. Die Geschichte bleibt von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd. Besonders gelungen ist die Mischung aus klassischer Ermittlungsarbeit und den menschlichen Schicksalen hinter dem Fall. Dabei profitieren die Figuren und die Handlung spürbar von Brands Erfahrung als Gerichtsreporterin und ihrem tiefen Einblick in die Welt von Justiz und Verbrechen.
Mein Fazit:
Ich habe alle Bücher von Christine Brand gelesen. Meine erste Reaktion war deshalb: Schon wieder ein «Vermisst»-Fall – muss ich dieses Buch wirklich lesen? Zum Glück konnte ich der Versuchung nicht widerstehen. Für mich ist «Der Fall Luca» einer der stärksten Bände der Reihe, vielleicht sogar der beste bisher. Schlicht grandios.
Ein kleiner Tipp: Das Buch endet nicht mit der letzten Romanseite. Wer auch Dank und persönliche Gedanken der Autorin liest, gewinnt zusätzliche Einblicke und versteht manche Aspekte der Geschichte noch besser.