(Inhalt vgl. Cover)
Das zartfarbige Cover und das Bild mit einer gut gekleideten und aufrecht gehenden Frau hat leider nichts mit der Geschichte zu tun. Die Autorin hat wie immer hervorragend recherchiert, und die historischen Gegebenheiten der Flucht aus Ostpreussen sowie der unmittelbaren Nachkriegszeit detailliert und bildhaft beschrieben. Der Schreibstil ist flüssig, die Sprache der Zeit angepasst. Allerdings hätte ich mir bei diesem Thema etwas weniger Übertreibungen in der Gegenwartsbeschreibung gewünscht. Es passt aus meiner Sicht bei diesem Buch nicht, dass die Annäherung zweier Menschen mit abgedroschenem Vocabulaire beschrieben wird.
Die Orientierung bei den Sprüngen zwischen den beiden Generationen (Vergangenheit/Grossmutter 1945 und Gegenwart/Enkelin 1993) fiel mir einfach. Die verschiedenen Charaktere waren gut beschrieben und daher jeder für sich fassbar.
Das Schicksal und das Leid der Vertriebenen wird realistisch dargestellt und hat mich berührt.
Was wir bereit sind aufzugeben, um das zu retten, was uns zu Menschen macht.