Ein Buch, das nicht gross polarisiert und gerade deshalb so lesenswert ist.
Wenn wir ehrlich sind, spielt das Cover bei Büchern für viele von uns eine grosse Rolle. Hier durfte ich ein kleines Schmuckstück lesen, das ich so sicherlich nicht gefunden hätte in der Buchhandlung. Umso dankbarer bin ich, dass dieses kleine, feine Buch den Weg zu mir gefunden hat.
1999 kommt Noah aus der Schweiz nach Frankreich um sein Französisch zu verbessern und landet somit auf der Universität in Poitiers. Hier lernt er eine junge Französin kennen. Sie heisst Nathalie und trägt eine Lebendigkeit in sich, mit der Noah am Anfang etwas überfordert ist.
Leise beginnt hier eine Liebesgeschichte, eine Geschichte die durch Höhen und Tiefen geht. Wir begleiten Nathalie und Noah über mehrere Jahre hinweg. Elie Peter hat einen sehr tiefgründigen und poetischen Schreibstil, der mich sehr eingenommen hat.
Ich konnte das Buch irgendwie nicht zur Seite legen, immer wieder wollte ich wissen, was die beiden erwartet. Die Liebe wächst, doch die Liebe ist nie selbstverständlich. Die beiden werden älter und ihnen wird immer mehr bewusst was im Leben wirklich zählt.
«Paris Olten» ist eine Reise durch Frankreich und durch die Schweiz, ein Buch über eine leidenschaftliche Liebe, die auch über Grenzen hinweg bestehen kann. Ein Buch, das sich wie eine Umarmung anfühlt. Ich hatte ein grosses Lesevergnügen und je näher wir dem Ende kamen, desto mehr habe ich mir doch noch ein paar Seiten mehr gewünscht.