Ich habe angefangen zu lesen, zurückgeblättert, wieder weitergelesen, nachgedacht … also am besten schreibt man sich hier die Namen auf, denn leider hat das die Autorin nicht übernommen. Aber so viele Personen immer mit Vor- und Nachnamen benannt und auch in jedem Kapitel kommen gefühlt alle vor und dann gibt es doch noch wen neues … das ist ein sehr, sehr schlecht gemachter Einstieg und ich war nah dran, abzubrechen. Klar, man legt viele Puzzleteilchen aus, und das Gesamtbild war für mich sehr stimmig … aber man muss schon bei der Sache sein, um den Überblick zu behalten.
Doch ich mag Geschichten mit jüdischen Themen, hier nur eine Randhandlung, aber es skizziert den Konflikt zwischen Israel und Palästina und ist damit aktuell. Und auch die Figuren mochte ich, und weil sie tatsächlich sehr charakteristische Eigenschaften haben, fiel mir die Zuordnung je länger je einfacher.
Von daher aufgerundete 3,5-Sterne, weil für mich als nicht-Krimileserin das Buch perfekt war - kaum Tote und vor allem keine bis ins Detail beschriebene Leichen. Gewalt ist durchaus präsent, aber vielmehr geht es auch um eine Aufarbeitung der Vergangenheit, in welche zahlreiche Figuren verflochten sind und im Jetzt auch wieder zusammenkommen. Und natürlich: Es ging um einen Schriftsteller, um Buch und Theater, da gibts bei mir immer Pluspunkte.