Charlie und ihre Kollegin Stella werden zu einem besonders bestialischen Mord gerufen, der sich zudem in dem kleinen Dorf ereignet hat, in dem Charlie lebt. In schneller Folge gibt es weitere Opfer. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Normalerweise ziehen Stella und Charlie an einem Strang, sind gute Freundinnen. Hier gehen die Meinungen auseinander. Charlie und der Rest des Ermittlungsteams gehen davon aus, dass die Spuren in den Bereich der organisierten Kriminalität führen. Stella sieht das Motiv für die grausamen Morde auf der persönlichen Ebene. Für beide Annahmen gibt es überzeugende Argumente.
Stella ist fest entschlossen, ihre Überzeugung nicht über Bord zu werfen, für ihre Meinung einzustehen, denn man nimmt sie in ihren Augen nicht als vollwertige Ermittlerin wahr. Die Aktion, die daraus folgt, könnte sie ihre Stelle kosten und wird in den folgenden Bänden sicher noch eine Rolle spielen. Der Fall selbst spitzt sich immer weiter zu und die Ermittler sehen ihre einzige Chancen in einer mehr als riskanten Aktion.
Die Handlung ist wie gewohnt sehr packend und der Autor erspart mir keine blutigen Details, die leider meine Phantasie befeuern. Neben den Ermittlungen steht Stella im Mittelpunkt, die weiter mit völlig überflüssigen Minderwertigkeitskomplexen kämpft. Ich habe sie bisher als rationale und analytische Ermittlerin kennen und schätzen gelernt und war über ihr Verhalten fast schon entsetzt. Hier bin ich sehr gespannt , wie sich das weiter entwickelt. Die Morde gewähren einen Blick in menschliche Abgründe und ersticken bei mir jedes mögliche Mitgefühl mit dem Täter. Erneut ein fesselndes Leseabenteuer.