In einem Zug von Daniel Glattauer habe ich als Hörbuch gehört, das von Christian Berkel eingesprochen wurde. Berkel hat eine angenehme Stimme, die einen sofort abholt und in die Geschichte hineinzieht. Mit den feinen Variationen seiner Stimme versteht er es, den Figuren Leben einzuhauchen. Dadurch wird das Hörbuch sehr kurzweilig.
Die Geschichte handelt von Eduard Brünhofer, einem bekannten Autor, der auf einer Zugfahrt nach München mit einer Frau ins Gespräch kommt. Dabei unterhalten sich die beiden über verschiedene Themen wie das Leben und die Liebe. Einerseits fand ich es spannend, dass man viel vom Innenleben Eduards mitbekommt, da er immer wieder in innere Monologe verfällt oder Geschehenes nachträglich kommentiert. Andererseits machte dies es manchmal schwierig zu erkennen, ob er gerade mit sich selbst spricht oder seiner Zugbegleiterin eine ausführliche Erklärung gibt. Dadurch entstehen stellenweise auch einige Längen.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Kapitel nach den Haltestellen des Zuges von Wien nach München benannt sind. Das verstärkt das Gefühl, selbst mit im Zug zu sitzen. Am Ende kommt es zudem zu einer Wendung, die ich so nicht erwartet hatte.
Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen. Ich kann das Buch, oder in diesem Fall das Hörbuch, allen empfehlen, die eine schöne, unaufgeregte Geschichte für zwischendurch suchen.