Meine Erwartungen an diesen Bestseller aus Norwegen waren hoch. Leider konnte mich der Kriminalroman überhaupt nicht überzeugen.
Bereits die erste Hälfte der knapp 400-seitigen Geschichte empfand ich als sehr zäh. Über viele Seiten hinweg passiert wenig, und statt Spannung aufzubauen, verliert sich die Handlung immer wieder in Details und Nebenschauplätzen. Besonders irritiert hat mich, dass einer Figur sehr viel Raum gegeben wird, obwohl diese bereits im ersten Drittel des Buches “verschwindet”. Rückblickend erschien mir ein grosser Teil dieser Passagen unnötig in die Länge gezogen.
Auch die vielen norwegischen Ortsnamen machten mir das Lesen nicht gerade leicht, immer wieder stolperte ich über die Namen. Im Buch tauchen im Verlauf der Geschichte zahlreiche Figuren auf, da verlor ich teilweise den Überblick. Einige Personen konnte ich später kaum mehr richtig zuordnen.
Am meisten enttäuscht hat mich jedoch die fehlende Spannung. Für mich kam zu keinem Zeitpunkt echte Krimistimmung auf. Selbst gegen Ende, als die Auflösung näher rückte, fühlte ich mich nicht gefesselt. Statt mitzurätseln oder mitzufiebern, hatte ich oft das Gefühl, mich durch die Seiten arbeiten zu müssen.