Ein charmantes Prequel, das unterhält, aber nicht vollends überzeugt.
Wer Alice im Wunderland kennt, wird hier auf viele alte Bekannte treffen und dennoch überrascht sein, denn die Autorin Marissa Meyer gewährt uns einen Blick auf deren Vergangenheit, der so manches Gesicht in einem neuen Licht erscheinen lässt. Am Ende zeigt sich: Es war unvermeidlich, dass die Herzkönigin ist, wer sie ist. Es musste so kommen.
Die Schreibweise braucht etwas Eingewöhnung und liest sich stellenweise wie ein Fiebertraum. Skurille, überspitzte Figuren bevölkern eine Welt irgendwo zwischen Witz und Tragik. Diese Mischung funktioniert mal besser, mal weniger gut. Die zweite Hälfte hat mich deutlich mehr gepackt als die erste.
Insgesamt: unterhaltsam, stellenweise wirklich gelungen, für Fans der Autorin und von Alice in Wunderland durchaus lesenswert. Oder anders gesagt: charmant, skurill und unvermeidlich