In ihrem Debütroman „Ruinous Creatures – Der Kuss des Phönix" erschafft Jessi Cole Jackson eine Welt, in der Magie buchstäblich aus den Knochen verstorbener Fabelwesen entsteht. Menschen, die als Auserwählte die Schädel dieser Kreaturen wie Masken tragen, können ihre Kräfte nutzen. Das ist ein Magiesystem, das ich so noch nirgends begegnet bin und das mich von der ersten Seite an fasziniert hat.
Im Zentrum stehen Adela, die Pflegerin dieser heiligen Schädel, und Kian, ein Novize mit einer dunklen Agenda. Als die Schädel zweier längst ausgestorbener Phönixe die beiden bei einer Zeremonie aneinanderbinden, beginnt eine Geschichte, die weit mehr ist als ein klassisches Fated-Mates-Trope: Es geht um Macht, Vertrauen und die Frage, ob eine Verbindung, die das Schicksal aufzwingt, wirklich echte Gefühle hervorbringen kann.
Was den Roman besonders macht, ist das ungewöhnliche Setting. Es spielt in einem abgeschiedenem Tal mit einer religiösen Ordnung rund um die Schädelmagie, das Jackson mit sichtbarer Sorgfalt ausgearbeitet hat. Die Welt fühlt sich eigenständig und durchdacht an, ohne dabei den romantischen Kern der Geschichte zu überlagern.
Eine Empfehlung für alle, die Romantasy mit einem originellen Magiesystem suchen und sich von einem Debütroman überraschen lassen möchten.