Die Geschichte erzählt davon, wie Poppy nach dem Tod ihrer Schwester versucht, irgendwie weiterzumachen und ihren Platz im Leben wiederzufinden. Das Thema ist berührend und komplex, und ich finde, dass die Autorin Trauer grundsätzlich sehr stimmig eingefangen hat: nicht geradlinig, nicht immer logisch, sondern oft wirr, schwer auszusprechen und voller widersprüchlicher Gefühle.
Trotzdem hat mich das Buch leider nicht ganz gepackt. Der Anfang hat mich neugierig gemacht und ich wollte wissen, wohin Poppys Geschichte führt. Im mittleren Teil drehte sich für mich jedoch vieles zwischen Poppy, Jake und Sam etwas zu sehr im Kreis, wodurch ich den Figuren emotional nicht so nahekam, wie ich es mir gewünscht hätte. Der Schluss war für mich okay, besonders um Poppys Entwicklung und ihren Weg zurück ins Leben zu verfolgen.
Deshalb sind es für mich eher 3 Sterne – auch wenn ich den Ansatz, die Thematik und die stimmige Darstellung von Trauer sehr wertschätze.