📖 Rezension: The House Witch von Emilie Nikota Delemhach
⭐️⭐️ ☆ ☆ ☆ (⅖)
Vielen Dank an den Book Circle und Orell Füssli für das Rezensionsexemplar, meine Meinung bleibt dadurch selbstverständlich unbeeinflusst.
The House Witch hat mich mit einer starken Grundidee und einem überzeugenden Worldbuilding rund um Hexen und Magier abgeholt. Leider konnte die Geschichte dieses Potenzial nicht durchgehend halten.
Anfangs fiel es mir schwer, in die Handlung hineinzufinden, da lange unklar bleibt, wohin sich alles entwickeln soll. Die Geschichte plätschert über viele Seiten ohne klaren roten Faden vor sich hin und zieht sich dadurch manchmal in die Länge. Es wird viel angefangen, aber vieles davon scheinbar wieder vergessen oder verliert jede Relevanz für den Plot. Genau dieser fehlende rote Faden und die mangelnde Spannung waren für mich die grössten Schwächen.
Was mich dafür von Beginn an begeistert hat, sind die Charaktere. Kraken hat mir sofort das Herz gestohlen, und auch Finn und Annika als Protagonisten mochte ich sehr gerne. Je mehr man über die Hexen, Magier und die Welt erfährt, desto mehr wächst einem die Story ans Herz.
Trotz dieser Stärken hat es für mich am Ende leider nicht gereicht. Der Abschluss war unbefriedigend, viele Handlungsstränge bleiben ungeklärt, und mir fehlt die Motivation, die weiteren Bände zu lesen. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Geschichte noch einen klaren roten Faden bekommt. Sehr schade, denn das Fundament hätte mehr hergegeben.
Fazit: Tolles Worldbuilding und liebenswerte Charaktere, die aber an einer zähen, ziellosen Handlung und einem schwachen Abschluss scheitern.