Das Buch Meine Berge bist du hat mich vor allem durch seine ruhige, emotionale Atmosphäre beeindruckt. Die Geschichte wirkt zunächst schlicht, entwickelt aber mit jeder Seite mehr Tiefe. Besonders die Briefe an die Berge geben dem Roman etwas sehr Persönliches und Poetisches. Man spürt die Einsamkeit, die Erinnerungen und gleichzeitig auch die starke Verbundenheit zur Natur und zu den Menschen, die Guido geprägt haben.
Ich fand die Sprache sehr angenehm zu lesen – ruhig, bildhaft und emotional, ohne übertrieben zu wirken. Die Landschaft der Dolomiten wird so beschrieben, dass man sie sich gut vorstellen kann und fast selbst dort zu sein glaubt. Gleichzeitig behandelt das Buch Themen wie Verlust, Freundschaft, Schuld und Hoffnung auf eine sehr menschliche Art.
Was mir besonders gefallen hat, ist, dass die Figuren nicht perfekt sind. Dadurch wirken ihre Gedanken und Entscheidungen authentisch. Manche Stellen haben mich nachdenklich gemacht, vor allem weil das Buch zeigt, wie sehr Erinnerungen einen Menschen begleiten können.
Insgesamt ist „Meine Berge bist du“ ein berührender und stiller Roman, der weniger von Spannung lebt als von Gefühlen und Atmosphäre. Wer Geschichten mit Tiefgang, Naturbildern und emotionalen Beziehungen mag, wird dieses Buch wahrscheinlich sehr mögen.