Jitterbug von Gareth L. Powell war mein erstes Buch des Autors und insgesamt ein sehr unterhaltsames, schnelles Space-Abenteuer. Es ist ein Standalone und eignet sich besonders gut, wenn man gerade Lust auf etwas Leichtes, Spannendes und nicht zu Komplexes hat.
Mit rund 300 Seiten ist der Roman eher kurz und entsprechend flott erzählt. Der Einstieg verläuft etwas ruhiger, da zunächst die Welt und die Ausgangssituation aufgebaut werden. Die wirklich spannenden Wendungen und Actionmomente kommen dann vor allem im zweiten Teil der Geschichte. Dadurch wirkte das Tempo für mich insgesamt etwas unausgeglichen, und gegen Ende hin ging mir manches etwas zu schnell.
Trotzdem hat mir die Grundstimmung des Buches gut gefallen. Es gibt Elemente einer „Found Family“, lockere, witzige Dialoge und dieses klassische Gefühl eines Space-Abenteuers, das mich stellenweise an The Expanse erinnert hat, einfach deutlich leichter und unkomplizierter.
Gerade die kurze Länge hat für mich aber auch einen kleinen Nachteil: Die Figuren, abgesehen vom Protagonisten Copernicus, bleiben relativ oberflächlich. Dadurch konnte ich emotional nicht ganz so tief eintauchen, und auch die Einsätze der Geschichte haben mich nicht dauerhaft stark berührt. Zusätzlich hat mich die angedeutete (Neben-)Romanze nicht wirklich überzeugt und fühlte sich für mich eher unnötig an, auch wenn sie nur eine kleine Rolle spielt.
Unterm Strich hatte ich trotzdem eine gute Zeit mit Jitterbug. Es ist ein leicht zugänglicher, unterhaltsamer Sci-Fi-Roman, der sich perfekt für zwischendurch eignet. Wahrscheinlich wird er mir nicht lange im Gedächtnis bleiben, aber im Moment des Lesens hat er definitiv Spass gemacht.
3.5 ⭐