Joe Hill hat mit King Sorrow einen atmosphärischen Genre-Mix geschaffen, der mich komplett überrascht hat. Ehrlich gesagt hatte ich das Buch nach der Originalveröffentlichung zunächst gar nicht auf dem Schirm, weil mich die Prämisse nicht sofort angesprochen hat. Umso mehr bereue ich jetzt, dass ich beinahe auf diese Geschichte verzichtet hätte.
Die Handlung beginnt 1989 und folgt einer Gruppe Jugendlicher, die sich immer tiefer in die Geheimnisse rund um „King Sorrow“ hineinziehen lassen. Von der ersten Seite an entsteht eine unglaublich dichte Atmosphäre, die gleichzeitig nostalgisch, düster und faszinierend wirkt. Besonders gelungen fand ich die Mischung aus Horror, Mystery, Fantasy und Coming-of-Age-Elementen, die hier hervorragend miteinander harmonieren.
Ich hab mich selbst immer mehr von den Geheimnissen rund um King Sorrow angezogen gefühlt… ähnlich wie die Figuren im Buch. Viele der Charaktere waren mir anfangs sogar eher unsympathisch, trotzdem konnte ich ihre oft chaotischen und problematischen Leben kaum aus der Hand legen. Genau das macht die Geschichte so fesselnd.
Zusätzlich sorgen kleine Anspielungen auf Stephen King sowie Tolkien- und andere Popkultur-Referenzen für schöne Details, die besonders Genre-Fans Freude bereiten dürften.
Da die deutsche Ausgabe aufgrund des Umfangs in zwei Teile geteilt wurde, endet dieser erste Band genau an einer Stelle, an der die Handlung richtig Fahrt aufnimmt… entsprechend gross ist jetzt die Vorfreude auf den zweiten Teil.
Ein atmosphärischer, packender und überraschend vielschichtiger Auftakt, der mich komplett mitgerissen hat.
Rezensionsexemplar erhalten über das Blogger-Portal von Penguin Random House – unbezahlte Werbung, ehrliche Meinung.