Das Buch folgt der Hauptprotagonstin Lis Castrop, die für die reiche Familie Harman, die ihren Hauptwohnungssitz in Davos hat, als Köchin arbeitet. Sie war zuvor als Köchin in einem Sterneresraurant tätig und es bleibt lange unklar, was dort vorgefallen ist. Die reiche Familie, die sie bekocht, ist sehr schwierig und man bemerkt schnell, dass dort einige Geheimnisse vorhanden sind, über die Lis selbst noch nicht reden mag. Nun ist die gesamte Familie Hartmann tot, vergiftet durch das Essen, das Lis gekocht hat. Doch sie war es nicht, schlimmer, sie hat davon probiert und dadurch ebenfalls Gift eingenommen. Es gibt keine Heilung, sie hat nur noch fünf Tage, um ihren Mörder zu überführen und eine Lösung für ihre Tochter zu finden. Dabei stellt sich immer mehr die Frage, ob sie nur Kollateralschaden war, oder doch tiefer in den Fall verstrickt ist, als man denkt.
Das Buch ist in Kapitel aufgebaut, die genau zeigen, wie lange Lis noch zu leben hat. Sie arbeitet ausschliesslich in ihrem Kopf, da ihr die Kraft fehlt, das Krankenhausbett zu verlassen. Es ist flüssig geschrieben, aber manchmal etwas langwierig. Ihre Schlussfolgerungen sind oft zu einfach, wenig durchdacht und sie ist zwischendurch auch echt gemein. Ich hatte meine Schwierigkeiten, mich mit ihr anzufreunden. Auch die Auflösung am Ende war mir dann zu einfach und irgendwie auch nicht schlüssig. Alles in allem hat mir das Buch aber trotzdem gefallen, da ich die Idee, den eigenen Mörder zu finden, bevor man stirbt, doch sehr interessant fand. Dass das Buch in der Schweiz spielt, ist jedoch gänzlich untergegangen und spielt eine sehr zweitrangige Rolle.
Für alle, die Krimis mögen, die sich schnell lesen und die nicht so viel Seiten haben, ist das Buch empfehlenswert. Nichts weltbewegendes, aber es unterhält.