“Connemara” von Nicolas Mathieu erzählt von Midlife-Krisen und unerfüllten Träumen. Im Mittelpunkt stehen Hélène und Christophe, die sich nach Jahren wieder begegnen, als Hélène nach einem Burn-out in ihre Heimat zurückkehrt. Dabei werden Entscheidungen und Sehnsüchte der beiden auf den Prüfstand gestellt.
Der Roman konnte mich insgesamt jedoch nicht wirklich fesseln. Zwar gibt es immer wieder interessante und spannende Momente, doch fehlte mir die emotionale Nähe zu den Figuren. Die Sprache hat mir teils sehr gut gefallen: pointiert, messerscharf und mit schwarzem Humor bringt der Autor Dinge auf den Punkt. Dann wieder werden Szenen ausgiebig beschrieben, ohne dass es etwas zur Handlung beiträgt. Insgesamt ein nachdenklicher und melancholischer Roman, der mich persönlich aber nur stellenweise überzeugen konnte.