Zwei Welten die unterschiedlicher nicht sein könnten. Aleijna wächst in den Bergen auf, trägt Narben die niemand sehen darf. Benjamin der Sohn einer reichen Hoteliersfamilie kämpft gegen das Leben, das für ihn vorgezeichnet ist.
Aleijna und Benjamin lernen sich als Kinder kennen, denn Aleijnas Vater ist der Skilehrer von Benjamin. Mit dem Älterwerden merken beide sehr schnell, dass mehr als nur Freundschaft hinter ihrer Beziehung steckt.
Die Geschichte beginnt leise und weckt in mir zugleich das Gefühl, dass sie noch sehr intensiv wird. Aleijna sollte ein unbeschwertes Leben führen dürfen, doch sie kämpft mit ihren inneren Dämonen und leidet sehr unter den Sprüchen ihrer eigenen Mutter. Was das mit einem Kind machen kann, sollten wir eigentlich alle wissen. Ich hätte Aleijna so gerne in den Arm genommen um ihr zusagen « Du bist gut so wie Du bist».
Benjamin wirkt anfangs sehr selbstbewusst, eigentlich sollte er den Weg gehen, den seine Eltern für ihn vorgesehen haben, insbesondere seine Mutter. Doch dank Aleijna lernt er eine Welt kennen, fernab von Luxus und Vorgaben. Zwischen den beiden entsteht eine intensive Beziehung, die nicht von allen gern gesehen wird. Gemeinsam kämpfen sie gegen die Widerstände und dafür, einfach zusammen sein zu dürfen.
In Tanjas Buch werden wichtige Themen angesprochen, worauf sie bereits am Anfang des Buches aufmerksam macht. Wer also bei Themen wie Essstörungen, Selbstverletzung und emotionalem Missbrauch zu stark getriggert wird, sollte hier vorsichtig sein.
Ich bin durch die Seiten geflogen, denn Tanja erschafft eine Geschichte die intensiv und leidenschaftlich ist. Ihr Schreibstil ist fliessend und extrem einnehmend. Vielleicht wirkt die Geschichte auf den ersten Blick etwas «einfach», doch hinter jeder geschriebenen Zeile steckt weit mehr, etwas, das mich emotional sehr berührt hat.