Die Geschichte rund um Gwen hat mich sofort gepackt. Sie erwacht völlig verwirrt und voller Angst allein in einem Wald, ohne zu wissen, wer sie eigentlich ist oder vor wem sie flieht. Nur tief in ihrem Inneren spürt sie, dass sie magische Kräfte besitzt – Kräfte, die sie offenbar in große Gefahr bringen könnten. Besonders emotional fand ich den Moment, als sie ihren treuen Hund Raja tot auffindet. Ab diesem Augenblick wurde die Geschichte noch düsterer und geheimnisvoller.
Die ständig auftauchende große Eule, das unheimliche Wispern im Wald mit den Worten „lass los, lass los“ und die Frage, was real ist und was nicht, haben eine unglaublich spannende und mystische Atmosphäre geschaffen. Ich konnte mich richtig gut in Gwen hineinversetzen und habe ihre innere Zerrissenheit deutlich gespürt. Einerseits besitzt sie übernatürliche Kräfte, andererseits wünscht sie sich einfach nur ein normales Leben.
Besonders interessant fand ich, dass man nie genau wusste, wem Gwen eigentlich vertrauen kann. Ob die Druidin Salabi, der Druide Mirakel oder andere Figuren – oft hatte ich das Gefühl, niemand meinte es wirklich gut mit ihr. Umso schöner war es, dass Eric, der Dieb, Gwen immer wieder geholfen und unterstützt hat.
Ganz besonders begeistert haben mich die Beschreibungen des Waldes und die vielen Informationen über verschiedene Bäume. Beim Lesen konnte ich das Rauschen der Blätter förmlich hören, das Wispern und Raunen des Waldes spüren und komplett in diese magische Welt eintauchen.
Die Antworten auf ihre Fragen findet Gwen erst am Ende, und das wiederkehrende „lass los“ bekommt schließlich eine tiefere Bedeutung. Für mich war die Geschichte faszinierend, geheimnisvoll und spannend umgesetzt. Ich wurde richtig gut unterhalten und empfehle das Buch sehr gerne weiter.