Die Figuren in “Fast Abend, immer noch hell” haben mich und meine Toleranz gefordert, mich genervt und am Ende nachdenklich gestimmt. Entsprechen sie doch alle einem Klischee, zeitgleich verurteilt jeden den anderen, sieht sich selbst als etwas Besseres und hält sich für reflektiert, ohne selbst die Veränderung zu sein. Ein Spiegelbild unserer Gesellschaft und zwar kein schönes! Die Geschichte endet, die Figuren bleiben auf der Suche. Zwischen den Zeilen hat mir diese Geschichte bestätigt, was die Kunst des Lebens ist: Zu akzeptieren, dass man Menschen nicht ändern kann und sie so zu lassen, wie sie sind, solange sie einem keinen Schaden zufügen und einfach für seine eigenen Werte zu leben.