The House Witch ist für mich eine besondere Fantasyreihe, weil sie eine gemütliche Atmosphäre mit Humor, Magie und politischen Intrigen verbindet. Die Geschichte fühlt sich oft ruhig und warm an, mit viel Essen, witzigen Gesprächen und sympathischen Figuren, wird aber immer wieder spannender und emotionaler.
Besonders Fin mochte ich als Hauptfigur sehr. Er wirkt freundlich, bodenständig und bringt viel Charme in die Geschichte. Auch die Entwicklung zwischen Fin und Annika fand ich interessant. Zwischen den beiden passiert lange nur wenig und alles entwickelt sich sehr langsam, wodurch man bis zum Schluss nicht weiss, ob wirklich mehr daraus wird oder ob alles gut endet.
Ein weiteres Highlight für mich war der Kater Kraken. Er wurde im Verlauf der Geschichte zu einem ganz besonderen Begleiter für Fin und hat viele Szenen noch wärmer und lebendiger gemacht. Gerade die Momente mit ihm waren oft einfach süss und haben perfekt zur gemütlichen Stimmung der Reihe gepasst.
Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gefallen, weil er angenehm und leicht zu lesen ist. Dadurch liess sich das Buch trotz ruhigerer Kapitel sehr entspannt lesen und die Atmosphäre kam besonders gut zur Geltung.
Teilweise zog sich die Handlung etwas, vor allem in den ruhigeren Abschnitten. Ausserdem gibt es einige Szenen rund um Alkohol und betrunkene Figuren. Ich fand das zwar nicht wirklich schlimm, teilweise aber doch etwas fragwürdig, gerade weil solche Szenen recht häufig vorkommen. Ansonsten bleibt die Reihe jedoch eher harmlos, ohne Spice und fast ohne Schimpfwörter.
Das Ende war dann wirklich heftig — der Cliffhanger macht unglaublich neugierig auf den nächsten Band. Insgesamt ist die Reihe für mich eine gelungene Mischung aus Cozy Fantasy, Humor und Spannung, die Lust auf mehr macht.