Das Jahr der Schmetterlinge von Lea Korsgaard ist ein Sachbuch, welches ich im Rahmen einer BookCircle-Leserunde lesen durfte. Ich hatte mich für die Leserunde beworben, weil ich einerseits mehr über Schmetterlinge erfahren wollte und weil mich das Cover direkt angesprochen hat.
Das Buch handelt von Lea, die sich das Ziel setzt, in einem Jahr alle dänischen Schmetterlingsarten zu sehen. Ob allein, zusammen mit ihrem Mann oder ihren Kindern: Lea macht sich auf die Suche nach den verschiedenen Arten. Zwischen den Reisen erhalten wir einen Einblick über Schmetterlinge: Wie entsteht ein Schmetterling? Welche Bedeutung symbolisiert er? Was treibt Menschen an, Schmetterlinge zu sammeln, usw.
Im Buch macht sich Lea nicht nur auf die Suche nach den Schmetterlingen, sondern findet auch das eine oder andere über sich selbst heraus. Zwischendurch darf der Leser wunderschöne Illustrationen der verschiedenen Schmetterlingsarten bestaunen.
Die Handlung spielt im Zeitraum von Januar bis August. Leider ist der August mit nur drei Seiten sehr kurz dargestellt, wodurch das Ende etwas abrupt und unerwartet wirkt. Ich hätte mir am Ende noch etwas mehr Zeit gewünscht. Im Buch werden die Themen Schmetterlinge, Religion, philosophische Fragen, Natur und persönliche Transformation behandelt.
Mein Fazit: Das Buch war eine schöne Abwechslung in ein anderes Genre, und es hat mich gefreut, Teil dieser Leserunde zu sein. Allerdings hatte ich mit dem Buch zu kämpfen und bin leider nur sehr langsam vorangekommen. Trotz des einfachen Schreibstils, weshalb ich meine Rezension auch erst jetzt veröffentliche. Für mich wurden einfach zu viele verschiedene Themen auf einmal behandelt. Etwas kritisch sehe ich den ökologischen Input, der für mich leicht widersprüchlich wirkte: Einerseits wird betont, dass der Mensch die Natur zu wenig wertschätzt und sorgsam mit ihr umgehen sollte. Andererseits wird eine Stelle beschrieben, wo Lockmittel vorbereitet wird, um Schmetterlinge anzulocken, statt die Natur einfach zu geniessen und geduldig abzuwarten. Zudem wirkt der Ansatz, an einem Tag mehrere Schauplätze abzukurven, nur um eine weitere Art von der Liste abzuhaken, eher wie ein sportliches Projekt als wie eine echte Verbindung zur Natur. Nichtsdestotrotz ist der Aspekt Natur sehr wichtig: Das Artensterben ist real und sollte uns alle zum Nachdenken und Handeln anregen.
Eine andere Aufteilung der Themen in verschiedene Kapitel oder eine stärkere Fokussierung nur auf die Schmetterlinge selbst, hätte das Leseerlebnis für mich deutlich verbessert.
Ich empfehle das Buch an Leser/innen, die gerne Geschichten über persönliche Reisen lesen, die zusätzlich noch mit weiteren Fakten vermischt sind.