Meeresdunkel war für mich kein richtiger Thriller, da mir die nötige Spannung fehlte. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Beziehungsprobleme der beiden Ehepaare. Zwar sorgt der unheimliche Prolog zunächst für Spannung, doch diese verfliegt bereits im nächsten Kapitel wieder. Obwohl ein Mord geschieht, wirken sowohl die Hintergründe als auch die Frage nach der Verantwortung eher nebensächlich.
Der Schreibstil wirkte auf mich stellenweise ziemlich chaotisch. Besonders die häufigen Zeitsprünge haben mich irritiert und meinen Lesefluss gestört.
Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Henrike, Samuel und Juri erzählt. Vor allem Juri empfand ich durch sein Verhalten als sehr unheimlich. Dass er ständig seine Puppe Hedwig bei sich trägt, verstärkte die gruselige Atmosphäre zusätzlich.
Auch die Affäre in der Geschichte fand ich merkwürdig und letztlich unnötig. Meiner Meinung nach hätte vieles schneller geklärt werden können, wenn die Ehepartner einfach offen miteinander gesprochen hätten.
Leider zog sich die Auflösung für mich zu sehr in die Länge und war am Ende nicht wirklich zufriedenstellend. Viele Fragen blieben offen, und die Motivation hinter dem Mord konnte ich nicht nachvollziehen. Insgesamt wirkte der Mord auf mich eher unnötig, da die Handlung vermutlich auch ohne ihn kaum anders verlaufen wäre.
Wer eher Familiendramen als spannende Thriller mag, wird mit diesem Buch wahrscheinlich mehr anfangen können. Für mich war es leider nicht das Richtige.
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