Stefanie Reuter ist ein Glückskind, denn sie hat Folter und einen Mordversuch im Dienst überlebt. Zudem ist sie glücklich verheiratet und hat zwei Kinder. Trotzdem kann und will sie nicht an ihre alte Stelle zurückkehren und ist zur Motorradpolizei in ihrer alten Heimatstadt gewechselt. Das verspricht Sicherheit und Stabilität - bis der Fund einer Leiche ihr Leben erneut ins Wanken bringt. Der Tote ist Tommi, ihre große Jugendliebe, der vor 25 Jahren spurlos verschwand.. Tommi war ein Rebell und der Schwarm aller Mädchen und er nahm Drogen . Nun kommen Erinnerungen hoch, die fast schon vergessen waren. Steffi beginnt die Beteiligten von damals , zu befragen und erhält Informationen , die sie glauben lassen, sie hätte ihre Mitmenschen damals nie richtig gekannt. So viele haben gelogen und geschwiegen, froh, dass der Unruhestifter weg war. Die Wahrheit ist mit ihren Vertrauensbrüchen und Brutalität monströs und bringt Steffi in Lebensgefahr.
Die Spannung des Krimis entwickelt sich langsam und nimmt in dem Maße zu, wie sich Steffi erinnert. Ich konnte verstehen, dass sie unbedingt wissen will, was damals passiert ist aus Gründen der Gerechtigkeit, aber auch weil sie Tommis Verschwinden tief verletzt hat. Was ich ihr vorwerfen kann, dass sie im Alleingang unterwegs war und niemanden mit einbezogen hat. Das hat sich am Schluss auch gerächt. Das Ende hat mir gut gefallen, wenn es auch ein wenig übertrieben war. Steffis Mann hat dabei stark bei mir gepunktet. Der Krimi hat mich gut unterhalten und mit einigen Wendungen stark überrascht.