Thomas Melle hat in seinem Buch “Die Welt im Rücken” bereits über das Leben mit einer bipolaren Krankheit geschrieben. Im “Haus zur Sonne” findet der lebensmüde Ich-Erzähler nach dem Besuch zahlreicher Kliniken eine letzte Zufluchtsstätte. Dort erfüllt man den Patienten und Patientinnen durch eine hochentwickelte Simulation die letzten Wünsche - künstlich, aber intensiv. Melle erzählt verständlich und eindringlich, feinfühlig und zeitweise philosophisch. Es bietet relevante Themen zum Weiterdenken: Umgang mit einer psychischen Krankheit, Hoffnung und Verzweiflung und die Sehnsucht nach dem, was das Leben lebenswert macht.
Das Buch ist radikal ehrlich, aufrüttelnd und sehr lesenswert. Es war nominiert für den Deutschen Buchpreis 2025.