Home von Riley Sager war für mich eine regelrechte Achterbahnfahrt. Nach der düsteren Atmosphäre und dem vielversprechenden Einstieg hatte ich ehrlich gesagt deutlich mehr Gänsehaut-Momente erwartet. Zwar baut das Buch eine beklemmende Stimmung auf, richtig gegruselt habe ich mich aber kaum.
Vor allem der Mittelteil zog sich meiner Meinung nach sehr in die Länge und wirkte stellenweise fast langweilig. Die Geschichte tritt zeitweise auf der Stelle, obwohl die Grundidee eigentlich grosses Potenzial gehabt hätte. Erst auf den letzten rund 100 Seiten nimmt der Thriller endlich Fahrt auf und entwickelt die Spannung, die ich mir schon früher gewünscht hätte – auch wenn ich selbst dort gelegentlich die Augen verdrehen musste.
Die Charaktere und die geheimnisvolle Atmosphäre konnten mich trotzdem genug bei der Stange halten, um weiterzulesen. Das Ende beziehungsweise das letzte Kapitel empfand ich persönlich jedoch eher als Enttäuschung. Vielleicht wird es andere Leser überraschen oder überzeugen, für mich blieb nach der letzten Seite aber eher das Gefühl zurück, dass mehr möglich gewesen wäre.