Die Autorin wurde mit Gone Girl berühmt, doch wer eine ähnliche Geschichte erwartet, könnte enttäuscht werden. Wer Gillian Flynn aber wegen ihrer eigenwilligen Sprache, ihrer Fähigkeit, mit wenigen Sätzen eindringliche Bilder zu erschaffen, und ihrem leisen Humor mitten einer tragischen Geschichte schätzt, wird auch an Dark Places Gefallen finden.
Wir begleiten eine Art Antiheldin in einer trostlosen Kleinstadt auf der Suche nach Antworten über ihre familiäre Vergangenheit. Dabei begegnen wir zahlreichen Figuren, was manchmal etwas unübersichtlich werden kann. Flynn versteht es jedoch, uns mit Witz und Scharfsinn durch Libbys Verbitterung und Verwahrlosung zu führen.
Ich empfehle das Buch allen, die Thriller mögen, in denen die Sprache genauso tragend ist wie die Spannung. Wer Flynn noch nicht kennt, könnte sogar mit diesem Roman beginnen, um das Vergnügen mit der Autorin noch steigern zu können.