Ich habe das Buch von Brandon Sanderson, Kinder des Nebels, mit grossen Erwartungen gelesen. Mein Partner hat mir das Buch empfohlen, da es für ihn ein 5-Sterne-Buch war. Ich hatte bisher viele grossartige Dinge über die Bücher von Brandon Sanderson gehört, mich aber noch an keines herangetraut.
Das Buch war für mich leider nicht gut ausgeführt. Die Charaktere fand ich sehr schwach. Sie gingen für mich wenig in die Tiefe und ihre Handlungen waren oft nicht gut überlegt. Zudem wirkte die Handlung auf mich sehr zufällig sowie langatmig und langweilig. Während einige der Bandenmitglieder wichtige Rekrutierungsaufgaben durchführen, hatte ich das Gefühl, dass Kelsier einfach irgendwelche Aktivitäten verfolgt, diese aber mit den anderen nicht teilt. Die fehlende Transparenz, die sich durch das gesamte Buch zieht, fand ich für mich sehr störend.
Ausserdem werden bei den Charakteren nicht wirklich viele Gefühlsäusserungen beschrieben. Es fühlt sich so an, als würden immer wieder dieselben zwei oder drei Emotionen genannt. Den Schreibstil fand ich ebenfalls nicht überzeugend: Die Sätze sind oft verschachtelt, wiederholen sich häufig und wirken wenig differenziert. Irgendwann konnte ich auch nicht mehr darüber hinwegsehen, wie oft „Kelsier kichert“ erwähnt wird.
Trotz dieser negativen Bewertung werde ich mich an das zweite Buch wagen, dieses jedoch auf Englisch lesen. Vielleicht wirkt der Schreibstil im Original besser.