Im 7. Teil von Melanie Amelie Opalkas Thrillerreihe rund um Sara Konrad werden wir in die eisige Weite Kanadas entführt – genauer gesagt in den Yukon, ganz im äußersten Nordwesten Kanadas an der Grenze zu Alaska. Schon allein die Kulisse sorgt für eine düstere und beklemmende Atmosphäre.
Dort soll sich Jay befinden, die spurlos verschwunden ist. Sara macht sich eigenmächtig auf die Suche nach ihrer Schwester, denn nicht nur Jay ist verschwunden, sondern auch mehrere Frauen der Sisterhood. Besonders brisant: Jay verschwand, nachdem sie Nachforschungen über entführte indigene Mädchen angestellt hatte. Seitdem fehlt jede Spur von ihr und den Mädchen. Für Sara stellt sich deshalb die Frage, ob auch Jay selbst zum Opfer geworden ist.
Also reist Sara in den Yukon, um Jay zu finden. Schnell wird klar, dass die dort ansässige Frackinggesellschaft nicht ganz sauber ist und einiges zu verbergen hat. Zwar findet Sara schließlich Jay, doch gemeinsam geraten sie in einen gefährlichen Strudel aus Gewalt, illegalen Bordellen, Macht, Betrug und viel Geld. Egal wen sie befragen – überall stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens.
Dieses Mal sind die Themen besonders hart und bedrückend: Entführungen, Korruption und vor allem der Umgang mit den indigenen Menschen gehen wirklich unter die Haut. Das spannende Ende hat mich überrascht und gleichzeitig traurig zurückgelassen – dennoch konnte ich es nachvollziehen.
Für mich war „Pipeline“ wieder ein absoluter Hochgenuss. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, empfehle es definitiv weiter und warte jetzt schon sehnsüchtig auf Band 8.