Das Buch ist inspiriert von einem Märchen, doch es ist keine Neuerzählung, sondern eine ganz eigene Geschichte. Viele Elemente aus verschiedenen Märchen wurden in die Story übernommen Im Grunde geht es um einen bösen Zauberer, der seine drei erwachsenen Töchter kontrolliert und einsperrt und wie die drei Mädchen damit umgehen.
Die Welt ist angelehnt an Russland, doch die unterschiedlichen erwähnten Ethnien haben mir nichts gesagt. Statt einen Prinzen haben wir einen Balletttänzer, der selbst jede menge Traumata mitbringt. Er und die jüngste Tochter Marlenchen, helfen sich gegenseitig und akzeptieren auch die Schwächen des jeweils anderen.
Alles in diesem Buch ist seltsam übersexualisiert. So müssen die Schwestern wöchentlich einen Zaubertrank trinken, um ihrem Vater zu beweisen, dass sie noch unberührt sind. Marlenchen verliebt sich augenblicklich in den schönen Tänzer und will ihn. Der Satyr im Garten macht unflätige Angebote und ein Arzt untersucht Marlenchens weibliche Organe um herauszufinden, woher die Kräfte einer Hexe stammen.
Die Atmosphäre ist durchgehend bedrückend und das Beste an der Geschichte. In der Stadt treibt ein Mörder sein Unwesen und wir haben die brutalen Beschreibungen der Leichen und die graphische Darstellung von Tieren die geschlachtet oder zerhackt werden. Zusammen mit den sexuellen Komponenten wirke es auf mich sehr darauf bedacht, zu schockieren und Grenzen auszutesten.
Ich empfehle das Buch Lesenden, die kein Problem mit Gewalt und Sexdarstellungen haben und die mit wenig Plot in einem Buch auskommen.