„Donnerstags im Café unter den Kirschbäumen“ ist ein sehr kurzer Roman über Begegnungen, die Wendungen im Leben beeinflussen können. Da ich bereits „Matcha Tee am Montag“ derselben Autorin gelesen habe, kamen mir Inhalt und Aufbau sehr ähnlich vor. Auch Wataru, der im Café Marble mit unglaublicher Hingabe arbeitet, sowie der Master des Cafés sind aus dem vorherigen Werk bereits bekannt.
Die Geschichte beginnt im Café Marble, wo eine wichtige Begegnung stattfindet, und zeigt, was die Menschen daraus für ihren weiteren Weg mitnehmen. In jedem Kapitel begleitet man unterschiedliche Protagonisten durch Situationen ihres Lebens – durch Ängste, Unsicherheiten, neue Lebensabschnitte und Wünsche.
Der Schreibstil ist flüssig und modern, und durch die kurzen Kapitel ist es definitiv kein anspruchsvoller Roman. Dennoch wirft er Fragen auf wie: Was geschieht, wenn wir jemandem begegnen und mehr über diese Person erfahren? Welche Rolle kann das in unserem eigenen Leben spielen, und was können wir daraus lernen?
Was mir jedoch gefehlt hat, war die Tiefe der vielen verschiedenen Protagonisten. Ich hätte mir gewünscht, mehr über sie zu erfahren, damit die einzelnen Geschichten noch intensiver wirken.
Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt.