Ein ungleiches Ermittlerduo: Berta Bartók (Köchin) und Alois Mistelzweig (Pianist) wohnen in einer grossen Villa in Zürich, welche sie von ihrer verstorbenen Arbeitgeberin Graffenried übernommen haben. Ihr Hinschied steht mit Fragezeichen. Die beiden haben eine Art Hassliebe, sind einerseits aufeinander angewiesen, andererseits ärgern sie einander nach Strich und Faden. Mistelzweig trägt einen Stetson und Bartóks Lieblingsduft ist Shalimar. Berta kann vorzüglich kochen, Alois eindrücklich Piano spielen.
Die tapsigen Detektive halten sich mit Gelegenheitsdiebstählen bei Kasse. Bei einem geplanten Diebstahl lernt Mistelzweig die potenzielle Bestohlene kennen. Auch sie scheint ein wenig mysteriös. Sie kann den Diebstahl vereiteln und will es der Polizei melden, die Parteien können sich aber auf einen Deal einigen, Mistelzweig soll im Gegenzug eine verschwundene Freundin suchen.
Die zwei geraten immer tiefer in den Fall hinein: Morde, Nötigung, Erpressung verbunden mit vielen dramatischen Schicksalen und einer Akademie.
Das Hauptaugenmerk liegt bei den lebendigen Gesprächen unter den Hauptakteuren und Nebenrollen, die atmosphärische Beschreibung der Landschaften, sozialpolitische Hintergründe, pfiffige Situationskomik und Überraschungen haben das Buch für mich lesenswert gemacht. Das Ermittlerduo wächst aus sich heraus. Jedoch hat mich der Schluss etwas irritiert. Durchaus kann ich diesen Cozy Crime - einmal etwas anders -empfehlen.