Tereza Berger, Band 7: Neuzuzüger haben es in Camaret-sur-Mer nicht immer leicht. Das weiss Tereza Berger vom „DEJALU“ aus eigener Erfahrung nur zu gut. Nach einem Konzert bei der neu eröffneten Musikbar „Breizhbleu“ wird die Besitzerin, die vorübergehend bei Tereza logiert, brutal zusammengeschlagen und liegt im Koma. Ein junger Musiker ist tatverdächtig und wird gesucht. Tereza glaubt nicht an seine Schuld. Sie beginnt zu ermitteln und ist kurzum überrascht, welche kriminelle Energie in manchen Gemeindemitgliedern steckt…
Erster Eindruck: Wie immer ein sehr schönes Cover – man hört förmlich die Brandung!
Dies ist Band 7 der Reihe, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden. Die Geschichte beginnt mit der Sage von der Grotte „Le Château de la Mer“ – ein spannender Einstieg.
Tereza und Gabriel sind getrennt! Wie bitte? Das passt meinem Romantikerherzen so gar nicht! Aber es ist ja ein Krimi, da geht es um etwas anderes. Okay, stimmt. Aber der Liebeskummer führt bei Tereza zu einem gewaltigen Kater. Als sie frühmorgens bei der Tankstelle Jo Kervella, ihre Untermieterin, niedergeschlagen auffindet, ist ihr gleich bewusst, dass sie mit ihrem Alkoholpegel auf keinen Fall dort bleiben darf, denn so gerät sie noch selbst unter Verdacht! Ach, Tereza, das Übel nimmt seinen Lauf… Da Tereza nun nicht mehr Polizist Gabriel Mahon an ihrer Seite weiss, „muss“ sie – sobald ausgenüchtert – selbst ermitteln, es geht gar nicht anders. So begibt sie sich mit ihrer omnipräsenten Boule rouge-Tasche und ihrer geliebten Schokolade in den Miss-Marple-Modus. Wo soll sie nur beginnen? Es gibt so viele mögliche Anknüpfpunkte, z.B. der Gastroverein, der die Bigouden (nicht „Bigoudis“, liebe Tereza! *laut lach*) vergibt – eine undurchsichtige Organisation; die Besitzverhältnisse des „Breizhbleu“; handgeschriebene Schmähbriefe gegen die Musikbar; die Musikerszene in Paris, eine Peugeot-Recherche…
Wie gewohnt war es eine komplexe Geschichte, bei der das meiste nicht so war, wie es auf den ersten Blick aussah. Auch dieses Mal war die Liebe zu den Menschen und der Region sehr gut spürbar. Das Buch hat sie flüssig lesen lassen und ich wurde ausgezeichnet unterhalten – 5 Sterne.