(Inhalt vgl. Cover)
Das ist nicht mein erstes Buch einer japanischen Autorin (eines japanischen Autors). Aber es ist das Buch, das mich bis jetzt am meisten berührt hat. Und nicht nur das, ich habe viel über das traditionelle Handwerk der Briefschreiberin (des Briefschreibers) in Japan gelernt. Die Höflichkeitsform (Keigo) hat anscheinend in Japan länger überlebt als bei uns, so dass der Beruf auch heute noch ausgeübt wird. Da ich selber gerne (immer noch) Briefe oder Postkarten verschicke, haben mich die verschiedenen Aufträge besonders interessiert. Interessant fand ich dabei nicht eigentlich das Geschriebene (für uns eher fremd), sondern die Vorbereitung wie die Auswahl des Papiers, der Schriftart und der Tinte, der Farbe, des Pinsels oder des Kugelschreibers.
Fast hätte ich das Buch abgebrochen, weil es lange ging, bis es mich faszinieren konnte. Gestört hat mich, dass die Haupt-Protagonistin wenn sie von ihrer Grossmutter sprach, immer nur von “meiner Vorgängerin” gesprochen hat. Wieso das so war, wurde nicht erklärt, aber am Ende kann sich die Leserin*der Leser ausmalen weshalb.
(…) aber wenn man mit anderen gemeinsam speist, fühlt man sich ganz anders gesättigt.