Der Autor reist, entgegen aller gutgemeinten Ratschläge, 2022 in den Iran. Dort will er, wie Nicolas Bouvier dies 1954 tat und das Buch Die Erfahrung der Welt schrieb, das Land bereisen. Dies zu der Zeit, als die junge Mahsa Amini wegen angeblich nicht richtigem Tragen des Kopftuchs von der Sittenpolizei verhaftet, gefoltert wird und stirbt. Darauf geht das Regime noch strenger gegen die Bevölkerung vor.
Entstanden ist ein eindrücklicher Reisebericht mit Beschreibung all der, im Westen undenkbaren, alltäglichen Unterdrückungen des Volkes. Vor dem Hintergrund des aktuellen Krieges bereits etwas aus der Zeit gefallen, ist der Einblick in die Lebensumstände mit jahrelanger ständiger Unterdrückung erschreckend. 2022 schien es z. B. noch unwahrscheinlich, dass die USA oder Israel jemals den Iran kriegerisch angreifen werden.
Ein eindrücklicher Reisebericht und eine grosse Leseempfehlung für alle, die sich für das alltägliche Leben unter dem Mullah-Regime interessieren!