Halvard Björnstad ist streng gläubig. Mit seinem Fanatismus terrorisiert er seine Familie. Während die Mutter farblos und verschüchtert wirkt, versuchen die beiden Töchter sich im Versteckten aufzulehnen. Elin, 13-jährig, wird von Halvard oft geschlagen, Sanna, 11, missbraucht er. Er rechtfertigt die Übergriffe vor sich selbst mit dem Glauben, dass Sanna von Lilith, einem Dämon, besessen sei. Die Situation eskaliert und Halvard kommt bei einem Bootsunfall vermutlich ums Leben, er wird nach einigen Jahren für tot erklärt.
Die erwachsene Sanna arbeitet als Journalistin und öfters auch für Wolf Larsen, Ex-Polizist und Privatermittler. Als ein Podcaster die These aufstellt, dass Halvard noch am Leben sein könnte, bittet Sanna Wolf um seine Hilfe. Gemeinsam machen sich die beiden auf Spurensuche, die von der Telemark in Norwegen auf die schottischen Orkneyinseln führt.
Das Buch ist flüssig geschrieben und grösstenteils spannend zu lesen. Die Landschaften sind bildhaft beschrieben, die Charaktere interessant. Besonders gelungen ist die Beschreibung der Macht, die Halvard auf die Familie ausübt und welche Probleme Gewalt und Missbrauch im Leben der Mädchen auslösen.
Die Story selbst empfinde ich als zu konstruiert und daher nicht sehr glaubwürdig. Die vielen Zufälle minderten mein Lesevergnügen.