Dana Grigorceas Ich-Erzählerin Roxana blickt zurück auf ihre Sommerferien nach dem Ende der Sowjetunion in Bușteni, eine Kleinstadt in Rumänien. Dort lernt sie Camil kennen, ihre erste Liebe, mit dem sie sich Geschichten erzählte über die Paare im Ort. Die Nachricht von seinem Tod ist es, die sie eingangs zum Schreiben anregt, über jene Zeit, über die Menschen Buștenis und über sich selbst.
Es sind ruhige Geschichten, unbeschwert und zugleich nostalgisch, in denen mehr im Kleinen etwas passiert. Jedes Kapitel widmet sich einem anderen Paar, wobei diese auch aus Mensch und Tier bestehen können und nicht zwingend romantischer Natur sein müssen. Die Kapitel schliessen jeweils ab mit einem kursiv gedruckten Abschnitt, der von einem allwissenden Erzähler geschildert wird. Darin begleiten wir eine Autorin und einen Klavierspieler auf der Lesereise des Buches, das wir gerade lesen, durch Deutschland. Gelegentlich rufen uns Wiederholungen innerhalb der Kapitel Ereignisse erneut in Erinnerung. So entsteht ein Gefühl von Vertrautheit mit Ort und Menschen.
Ich habe den schmalen, unspektakulären Roman gerne gelesen, die in sich quasi geschlossenen Kapitel laden gut zum Pausieren ein, das Ende wusste zu überraschen. Ein Buch für ein kleines Publikum, das gerne durch Zeit und Ort reist und dabei wenig Spannung braucht.