Der Küstenhof, Band 1: Bei Alice dreht sich alles um ihren Job in einer Hamburger Marketingagentur. Und wenn es nicht um die Arbeit geht, geht es um ihren Freund. Für sich selbst hat sie so gut wie keine Zeit. Als ihr geliebter Onkel Ernst stirbt, reist sie zurück an die Nordseeküste, um ihrer Tante Elisa und ihrer Schwester Caro zur Seite zu stehen. Der kleine Küstenhof ist nicht mehr gut in Schuss, doch es fehlt das Geld, um die nötigen Arbeiten vornehmen zu lassen. Auf dem Hof gibt es seit neustem Mini-Kühe und zwei störrische Esel, was Alice sehr überrascht. Sie ist auch überrascht, dass sie plötzlich zur Ruhe kommt, entschleunigt. Die Begegnung mit ihrer Jugendliebe Tom treibt ihren Puls in die Höhe… wieso?
Erster Eindruck: Mit diesen süssen Kühen auf dem Cover hatte man mich schon gepackt – ich „musste“ dieses Buch lesen!
Alice ist in einem Hamsterrad gefangen: Der Job in der Agentur verlangt ihr alles ab, es bleibt kaum Zeit für etwas anderes. Und wenn sie dann doch mal einen Abend frei hätte, muss sie ihren Freund Maximilian, der als Schönheitschirurg arbeitet, auf irgendwelche wichtigen Events begleiten, zu denen sie so gar keine Lust hat. Der letzte Besuch bei Tante Elisa und Schwester Caro liegt auch schon über ein Jahr zurück, denn Maximilian hasst es, auf dem Land zu sein. Und das lässt er die anderen auch spüren. Nun ist also ihr Onkel verstorben und sie muss zurück – ein trauriges Wiedersehen. Ihre Tante und ihr Onkel haben den Schwestern so viel gegeben, denn sie haben sie aufgenommen, als ihre Eltern verstorben sind. Die drei Frauen haben mir gut gefallen: Alice, bei der man merkt, dass sie nicht mehr lange in diesem Tempo weitermachen kann; Caro, die halbtags als Tierärztin arbeitet; Elisa, die versucht, sich durch die Tiere auf dem Hof vom Verlust ihres Mannes abzulenken. Der Zustand des Hofes ist besorgniserregend. Eine zündende Idee muss her, ansonsten übernimmt die Bank! Alice und Caro machen sofort einen Plan (Stichworte Crowdfunding und Social Media)…
Dies war mein erstes Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, war jedoch ziemlich vorhersehbar, keine Überraschungen, für mich etwas zu wenig Mini-Kuh-Content. Nett für zwischendurch – 3 Sterne.