Seit Januar habe ich das Erscheinen von Hans-Jürgen Feldhaus’ neuestem Kinderroman sehnlichst erwartet. Nun ist er endlich da und der Autor begeistert mich einmal mehr mit seinem Gespür für Situationskomik, einem verpeilten Ich-Erzähler und lockerer, leicht überdrehter Unterhaltung.
Die Geschichte spielt sich über etwa zwei Wochen ab, während derer Protagonist Theo in der Zeitung eines Raubüberfalls verdächtigt wird, sich mehrfach um Kopf und Kragen redet und mehr Zeit beim Nachsitzen mit Erzfeind Patrick verbringt als mit seinen Freunden und der Suche nach den gestohlenen iPads.
Wer schon Bücher von Hans-Jürgen Feldhaus kennt, wird sich im springenden Erzählstil schnell zurechtfinden. Für alle anderen kann es anfangs gewöhnungsbedürftig sein, dass Theo seinen Gedanken freien Lauf lässt und sie immer wieder einfängt, aber das macht den Stil so authentisch und trägt enorm zum Humor bei. Begleitet werden die gut strukturierten, dialogreichen und etwa 15 Seiten langen Kapitel von schwarz-weissen Zeichnungen im Comicstil.
Ich habe mich bestens beim Lesen unterhalten, immer wieder laut gelacht und mich nach einem möglichen Vorlesepublikum umgeschaut. Ein Einzelband zum Selberlesen ab zehn Jahren oder zum Vorlesen.