Das Buch erzählt die Geschichte von Jean, dem Sohn des Malers Henri Matisse, der seit Jahrzehnten in einem Gemälde seines Vaters lebt und aus dem Museum heraus die Welt beobachtet. Sein ruhiges, zeitloses Dasein verändert sich, als Claire, eine unscheinbare Putzkraft im Museum, regelmässig vor seinem Bild stehen bleibt und eine besondere Verbindung zu ihm spürt. Claire entdeckt schliesslich, dass sie das Gemälde betreten kann, und betritt damit eine schillernde Welt aus Farben, Kunst und Bewegung. Jean und Claire verlieben sich, während sie gemeinsam durch verschiedene Kunstwerke reisen und dort Freiheit erleben, die beiden außerhalb des Bildes verwehrt ist. Ihre Beziehung ist jedoch von Anfang an fragil, denn sie existiert zwischen Realität und Illusion. Je stärker ihre Gefühle werden, desto deutlicher zeigen sich die Grenzen dieser magischen Welt. Das Museum, die Kunst selbst und die Zeit beginnen, gegen ihr Glück zu arbeiten. Beide müssen entscheiden, ob Liebe auch dann Bestand hat, wenn sie nicht dauerhaft gelebt werden kann. Der Roman verbindet Romantik mit magischem Realismus und stellt Fragen nach Wahrnehmung, Vergänglichkeit und dem Preis der Freiheit.