Der Wiener Kommissar Alex Körner, der gerade eine berufliche Krise durchmacht und kurz vor der Entlassung steht, wird auf eine verstörenden Mordfall angesetzt, der sein Leben für immer verändern wird. Er wird in sein altes Heimatdorf Grein geschickt, ein Kaff tief in den Bergen mit seltsamen Bewohnern, um den Mord an einer jungen Frau aufzuklären. Als sein Team und er selber den Tatort erreichen, finden sie eine furchtbar verstümmelte Leiche vor, es sieht so aus, als wäre ihr Rücken und ihr Rückgrat explodiert. Die Bewohner sind selbstverständlich keine grosse Hilfe, sind misstrauisch und machen den Beamten wo es geht das Leben schwer. Als ein schweres Unwetter und Hochwasser das Dorf vom Rest der Welt abschneidet, überstürzen sich die Ereignisse. Die Beamten werden attackiert, ein Teil getötet, es ist fast so, als wollten die Bewohner von Grein die Polizei aus dem Weg räumen, um ein fürchterliches Geheimnis aus der Vergangenheit zu vertuschen.
Immer wieder gibt es im Buch Rückblenden, die die Leserschaft über etwaige Motive der Dorfbewohner aufklären möchten, aber die Wahrheit ist viel schlimmer, weshalb dieser Krimi durchaus in einer Buchhandlung in der Horror-Abteilung auftauchen könnte…
Ich möchte nicht zuviel verraten, aber wer auf Happy Endings steht, der sollte dieses Buch besser nicht lesen. Vom ersten Moment an herrscht während der Lektüre Gänsehautstimmung vor, man ahnt, dass die Geschichte sich in eine grauenvolle Richtung entwickeln wird, aber man will es nicht wahrhaben.
Zu Recht hat diese Geschichte Preise erhalten. Sie ist von Beginn weg stimmig und unaufhaltsam in ihrer verstörenden Atmosphäre. Andreas Gruber versteht es meisterhaft, alle in den Bann zu ziehen. Schade eigentlich, dass er später nicht auf dieser Schiene geblieben ist, auch wenn ich seine Krimis ebenfalls ausserordentlich mag.